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Harzinfarkt

Stetoskop; Quelle: Halina Zaremba/pixelio.de

Anders als frau denkt!

Die Fakten

Herz-Kreislauferkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen. Im Vordergrund stehen dabei die chronischen Erkrankungen der Herzkranzgefäße, die Herzschwäche und der Herzinfarkt. Frauen, die einen Herzinfarkt erleiden, sind durchschnittlich 10 bis 15 Jahre älter als Männer, und sie sterben häufiger im akuten Infarktereignis.

Besonders gefährdet sind Frauen ab einem Alter von 65 Jahren. Allerdings: In den letzten Jahren stieg das Risiko für jüngere Frauen (unter 50 Jahre) deutlich an. Dies wird einer zunehmend ungesünderen Lebensweise von Frauen, insbesondere dem höheren Anteil an Raucherinnen zugeschrieben.


Die Risikofaktoren

Hauptrisikofaktoren für Männer und Frauen sind:

  • Bluthochdruck
  • erhöhte Blutfette
  • Diabetes/Übergewicht
  • Rauchen
  • Bewegungsmangel
  • starke berufliche und familiäre Belastungen


Bei Frauen spielen darüber hinaus noch folgende Faktoren eine wichtige Rolle:

  • Bis zu den Wechseljahren schützen Ihre weiblichen Hormone Sie vor einem Infarkt. Mit den Wechseljahren lässt die Hormonproduktion nach und Ihr Risiko, einen Infarkt zu erleiden, steigt deutlich an.
  • Frauen mit Hormonstörungen – sehr unregelmäßige Blutungen, sehr frühes Aufhören der Blutungen – sind besonders gefährdet.
  • Besonders gefährdet sind Raucherinnen, die die „Pille“ nehmen, vor allem, wenn zusätzlich Übergewicht vorliegt.
  • Einem Herzinfarkt gehen häufig Tage oder Wochen vorher Symptome von „Herzenge“ (Angina pectoris) voraus.


Symptome für einen Herzinfarkt

Die "klassischen" Anzeichen sind:

  • Schmerzen und Enge in der linken Brustseite, evtl. mit Ausstrahlung in Arme, Rücken, Oberbauch oder Zahn- und Kieferschmerzen,
  • Angst als Alarmsignal
  • Blässe und kalter Schweiß und
  • Bewusstlosigkeit, Schwächeanfall.


Aber viele Frauen haben andere Beschwerden

  • Übelkeit, häufig Erbrechen,
  • Atemnot,
  • Schmerzen im Oberbauch,
  • Rücken- und Nackenschmerzen,
  • ungewöhnliche Müdigkeit und Schwindel.


Das sollten Sie bei einem Verdacht auf Herzinfarkt tun

Die Zeitspanne zwischen dem Auftreten des Herzinfarktes und der Einlieferung in ein Krankenhaus bestimmt die Überlebenschancen. Treten oben genannte Symptome plötzlich bei Ihnen auf, sollten Sie unverzüglich den Notarzt (Rufnummer: 112) rufen. Äußern Sie Ihren Verdacht auf einen Herzinfarkt bereits am Telefon und auch gegenüber
dem Notarzt /der Notärztin, der / die zu Ihnen ins Haus kommt. Denn die Erkenntnis, dass Frauen andere Symptome aufweisen können als Männer ist noch nicht überall verbreitet. Lassen Sie sich möglichst umgehend in eine geeignete Klinik einweisen. Jede Minute zählt!


Wichtiges für die Behandlung

Bei einem Herzinfarkt verschließt sich ein Herzkranzgefäß. Ziel der Behandlung ist es, das verschlossene Blutgefäß so schnell wie möglich zu öffnen und damit den Blutfluss wieder herzustellen. Zur Nachbehandlung eines Herzinfarktes sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ein auf Sie zugeschnittenes Trainingsprogramm vereinbaren. Dazu können in den ersten Tagen Krankengymnastik und Atemübungen gehören; später auch ein Herz-Kreislauf-Training. Bewegung bringt Ihren Kreislauf wieder in Schwung. Sie haben Anspruch auf eine Rehabilitationsmaßnahme und sollten diese unbedingt bis zum Ende durchführen (und nicht z.B. wegen familiärer
Verpflichtungen vorzeitig abbrechen).


So können Sie vorbeugen

Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, hängt sehr stark von Ihrem persönlichen Lebensstil ab. Sie können dieses Risiko senken, wenn Sie

  • sich gesund und fettarm mit viel Obst und Gemüse ernähren – verzichten Sie ab und zu auf Fleisch,
  • sich regelmäßig bewegen – bereits ein täglicher halbstündiger Spaziergang senkt das Infarktrisiko,
  • bei Übergewicht abnehmen,
  • aufhören zu rauchen,
  • nur wenig Alkohol trinken (maximal ein Glas Bier oder Wein pro Tag),
  • Stress in Ihrem Leben nicht die Überhand gewinnen lassen.

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