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Gegen frauenfeindliche Werbung

26.06.2017

Gegen frauenfeindliche Werbung

Gleichstellungsbeauftragte unterstützen „Pinkstinks“

Bild: Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Gütersloh unterstützen mit die Kampagne gegen frauenfeindliche Werbung (v. l.): Bettina Ruks (Steinhagen), Eva Sperner (Halle/Westf.), Ellen Wendt (Kreis Gütersloh), Ulrike Brunneke (Versmold), Andrea Buhl (Rietberg), Jutta Duffe (Herzebrock-Clarholz) und Inge Trame (Gütersloh).

Mit der roten Karte gegen frauenfeindliche Werbung

Man muss schon genau hinsehen, um den Unterschied zwischen dem linken und dem rechten Bild auf dem Plakat wahrzunehmen: Links wird mit einer Frau in Unterwäsche der BH beworben, auf der rechten Seite bewirbt dieselbe Frau in Unterwäsche den Sessel, auf dem sie sitzt.

„Pinkstinks“, eine gemeinnützige Protestorganisation aus Hamburg, fragt zu Recht: „Was hat der Sessel mit der leichtbekleideten Frau zu tun?“

„Finden Sie den Unterschied?“ ist in Wirklichkeit kein Spiel

Die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Gütersloh unterstützt die Aktion von „Pinkstinks“, die sich gegen geschlechterdiskriminierende Werbung richtet. „Wir lehnen es ab, dass Frauen vornehmlich über körperliche Attraktivität definiert werden, die dann auch noch benutzt wird, um für ganz andere Dinge zu werben“, sagt Ellen Wendt, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Gütersloh. Geschlechterdiskriminierende Werbung habe Auswirkungen auf das Bild, das wir von anderen haben und wie wir andere behandeln.

Werbung für Produkte – und für Vorurteile

Werbebilder suggerieren oft, dass Frauen sexuell verfügbar, eher für den Haushalt zuständig und technisch weniger begabt sind. Nicht selten, wie auf dem Plakat der aktuellen „Pinkstinks“-Kampagne dargestellt, dienen Frauen als bloße Dekoration ohne jeden Produktbezug. Diese Bilder verfestigen bestehende Vorurteile und vermitteln, dass Frauen weniger kompetent und „leicht zu haben“ seien.

Jeder kann die rote Karte zeigen

Jede Bürgerin und jeder Bürger im Kreis Gütersloh kann etwas gegen sexistische Werbung unternehmen. Dazu stellen die Gleichstellungsbeauftragten eine rote Karte zur Verfügung, mit der man sich persönlich bei Unternehmen beschweren kann. Die roten Postkarten sind bei den Gleichstellungsstellen in den Rathäusern erhältlich. Weitere Informationen zur Aktion gibt es unter www.pia-online.eu.

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